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Pressemitteilung unseres Kreisrats Dr. Ronald Borkowsk

"Der Kreisverband DIE LINKE Rems-Murr unterstützt ganz energisch das Anliegen seiner Kreistagsgruppe, den Nahverkehrsplan 2021 für den Landkreis zu einem zentralen Klimaschutz-Projekt zu machen. Der überbordende Strassenverkehr ist nach wie vor das größte Umweltproblem, auch an Rems und Murr. Mit einem energischen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs könnte der Landkreis den Klimaschutz deutlich voran bringen. Der aktuell vorliegende Planentwurf von VVS trägt den Klimaschutzzielen für 2030 in keinster Weise Rechnung, sondern allenfalls der VVS-Betriebskasse, obwohl er mindestens zehn Jahre weit in die Zukunft reicht. Ein Planentwurf wurde dem Kreistag bereits im Dezember zur Durchsicht übermittelt. Die linken Kreisräte hatten zusammen mit der ÖDP daraufhin eine entsprechende Anfrage an die Verwaltung gerichtet.

Der Landkreis muss nach Ansicht des linken Kreisverbandes in 2021 endlich den politischen Willen aufbringen, in den kommenden Jahren ein attraktives öffentliches Verkehrsangebot aufzubauen sowie auch einfallsreich und mutig zu finanzieren, bspw. mit einer Nahverkehrsabgabe. Der individuelle Autoverkehr darf dabei keine heilige Kuh sein. Ein besonderes Problem ist seit langem der ausufernde Berufspendelverkehr. Nur ein Viertel der fellbacher Arbeitsplätze - als lokales Beispiel - ist mit Einheimischen besetzt. Zwei Drittel aller fellbacher Arbeitnehmer/innen arbeiteten vor Corona auswärts. In Waiblingen dürfte es nicht viel anders aussehen. Der Rems-Murr-Pendelverkehr nach Stuttgart läuft vor allem im Westen des Landkreises zusammen und führt zu einem täglichen Verkehrschaos, etwa in Hegnach oder Schmiden. Auch in Richtung Ludwigsburg sieht es nicht besser aus. Das ist nicht nur ein Klimaproblem, sondern auch die Grenzwerte für Lärm und Auspuffgase dürften an vielen Stellen bereits überschritten sein. Die Stadtverwaltungen verschliessen da leider oft fest die Augen und Ohren."