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Landesfrauen*konferenz in Karlsruhe

Liebe Genossinnen*,

wir laden euch herzlich zur zweiten Landesfrauen*konferenz in der

Karlsruher Jugendherberge am 30.-31. Juli ein.

Unsere erste Landesfrauen*konferenz hat im Februar 2020 kurz vor dem ersten Corona-Lockdown stattgefunden.
In den vergangenen zwei Jahren hatten Frauen* in besonderer Weise mit den Corona-Lockdowns und der damit verbundenen Belastung zu kämpfen. Durch die Pandemie hat sich die Situation für viele Frauen* verschlechtert, sie erhöhte aber auch die Aufmerksamkeit für ungleiche Arbeits- und Lebensverhältnisse zwischen den Geschlechtern.
Wir wollen deshalb mit euch unter dem Motto
„Plötzlich systemrelevant? Feministische Wege aus der Krise“
gemeinsam diskutieren, was die letzten beiden Jahre für uns als Frauen* bedeuten.

Die Konferenz findet in der Jugendherberge Karlsruhe statt. Der Teilnehmerinbeitrag beträgt:

  • 30 Euro für Normalverdienden und
  • 10 Euro für Geringverdienende.

Wir freuen uns über Soli-Beiträge von 50 Euro. Der Beitrag ist vor Ort zu entrichten.

Die Jugendherberge Karlsruhe lässt sich gut mit dem ÖPNV erreichen.
Kommt gerne in Fahrgemeinschaften und nutzt das 9-Euro-Ticket.

Anmeldung zur Konferenz bis 17. Juli

Programmvorschau:
In zwei Workshop-Phasen werden am Samstag insgesamt sechs Workshops zu den Themen angeboten:
Gewalt gegen Frauen, digitale Kompetenzen, feministische Kritik an der Ampel-Regierung,
Gesundheit in der Krise sowie Frauen und Frieden und außerdem ein workshop zur Frage
Wie werden wir unserem Anspruch einer feministischen Partei gerecht?

Podiumsdiskussion: Frauen* und Wohnen.

 

Am Sonntag begeben wir uns gemeinsam auf die Spurgen unserer Vorkämpferinnen im „Feminist History Walk“

Frauen* aller Länder, wir streiken!

Wir schließen uns dem Aufruf des Bündnis Frauenstreik an, um uns gemeinsam zur Wehr zu setzen und ökonomischen sowie gesellschaftlichen Druck aufzubauen. Weltweit kämpfen Feminist*innen für eine bessere Welt und wir rufen zum Frauen*streik am 8. März auf! 

Es hat sich nichts geändert. Frauen* verdienen nach wie vor weniger als Männer, arbeiten für magere Gehälter in lebensrelevanten Berufen, leisten zu einem großen Teil die private unbezahlte Arbeit und sind von häuslicher Gewalt betroffen. Die Krise hat diese Situation noch einmal verschärft und viele Frauen laufen am Limit.

Die Krise betrifft besonders diejenigen, die schon vor der Pandemie nicht wussten, wie sie Rechnungen bezahlen sollen, die für wenig Geld in lebensrelevanten Berufen Überstunden kloppen, die Erwerbs und Sorgearbeit unter einen Hut bringen müssen oder die, die von (häuslicher) Gewalt betroffen sind. 
In der Mehrheit sind das Frauen, doch gerade sie sind es auch, die den Laden am Laufen halten. Die Corona Pandemie verstärkt die andauernde Ungleichheit zwischen den Geschlechtern. Nach wie vor gilt: Frauen* leisten mehr für weniger. Es darf kein Zurück in die alte Normalität geben – wir wollen eine bessere Zukunft für alle! Wir wollen Armut überwinden – konsequent feministisch, geschlechtsspezifische Gewalt bekämpfen, körperliche Selbstbestimmung und gute Gesundheitsversorgung für alle, Sorgearbeit und lebensrelevante Berufe aufwerten und das soziale Miteinander stärken.

Ihr verdient mehr! 

Beschäftigte in Kitas, Schulhorten und Jugendämtern kämpfen mit ihren Gewerkschaften ver.di und GEW für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne. DIE LINKE sagt: Ihr habt recht. 
Erzieher*innen haben während der Pandemie ihre Gesundheit riskiert. Jeden Tag wird deutlich: ohne sie läuft fast nichts. Aber sie verdienen viel weniger als vergleichbare Berufe in »der Wirtschaft« oder in denen mehrheitlich Männer arbeiten. Die Beschäftigten in Sozial- und Erziehungsdiensten verdienen mehr Wertschätzung für ihre Leistung – und das bedeutet: besseren Lohn. Warum sollten diejenigen, die unsere Kinder betreuen, weniger verdienen als diejenigen, die Geld verwalten? DIE LINKE steht klar an der Seite der Beschäftigten und setzt sich gemeinsam mit ihnen für bessere Arbeitsbedingungen und Löhne ein.

Systemwechsel in Gesundheit und Pflege

Schon lange vor der Corona-Pandemie war der Personalmangel im Gesundheitswesen allgegenwärtig: Im Krankenhaus und in der Altenpflege fehlen jeweils mindestens 100.000 Pflegekräfte! Die Pflegekräfte sind völlig überarbeitet, Hunderttausende haben aus Frust und Erschöpfung ihren Beruf verlassen. Die Bundesregierung hat keine Strategie vorgelegt, wie der Notstand in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gestoppt werden kann. Im Gegenteil: Die Politik der letzten Bundesregierungen hat ermöglicht, dass private Konzerne und Investoren mit unseren Versicherungsbeiträgen und Zuzahlungen das große Geld machen können, statt mit diesen Geldern eine gute und wohnortnahe Versorgung zu gewährleisten. Selbst während der Pandemie wurden Krankenhäuser und Stationen geschlossen, weil sie nicht profitabel waren.
Damit muss Schluss sein! Wir alle sind potenzielle Patient*innen. Wir erwarten zu Recht, dass wir in Pflegeheimen, Krankenhäusern und im ambulanten Bereich gut versorgt werden. DIE LINKE steht an der Seite der Beschäftigten, die schon seit Jahren für diese Ziele kämpfen. Applaus von Balkon reicht nicht, es braucht einen radikalen Richtungswechsel in der Gesundheits- und Pflegepolitik: Gesundheit vor Profit!

Gewalt gegen Frauen wirksam bekämpfen

Wir kämpfen für eine Gesellschaft in der jeder Mensch – unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung und Lebensentwurf – ohne Angst vor Gewalt leben kann. Gewalt gegen Frauen ist Ausdruck und Folge einer gesellschaftlichen Abwertung und Unterdrückung von Frauen und tief in unserer Gesellschaft verankert. Ein Linker Feminismus packt die Wurzel des Problems, wir wollen die patriarchalen Strukturen verändern, nur so kann diese Gewalt gegen Frauen nachhaltig verhindert werden. 
Wir stehen an der Seite derjenigen, die Gewalt, sexuelle Belästigung und Sexismus erleben. Männer, die Frauen belästigen und gewalttätig sind, werden durch gesellschaftliche Strukturen geschützt. Zum Beispiel dann, wenn Richter Verständnis mit dem mordenden Mann haben und Eifersucht als strafmildernd und nicht als strafverschärfend ansehen. Oder wenn in den Medien verharmlosend über einen Mord als „Familientragödie“ geschrieben wird. Die Gesellschaft, besonders staatliche Behörden sowie medizinisches Personal, müssen für das Thema Gewalt gegen Frauen sensibilisiert werden. Und wir benötigen mehr Zahlen und Forschung zu dem Themenbereich. Bekannt ist: Gewalt gegen Frauen kann tödlich enden. In Deutschland werden Frauen getötet, weil sie Frauen sind. Dafür gibt es den Begriff des Femizids. Wir fordern eine Benennung der Gewalt. Um Frauen und Kinder, die von Gewalt betroffen sind, schnell zu unterstützen, brauchen wir einen massiven Ausbau der Strukturen des Gewaltschutzes und Hilfesysteme und die Umsetzung der Instanbulkonvention. 

Paragraf 218 abschaffen!

DIE LINKE setzt sich für reproduktive Gerechtigkeit und die sexuelle Selbstbestimmung ein. Die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen muss mit der Abschaffung des Paragrafen 218 im Strafgesetzbuch endlich möglich gemacht werden.

Für einen kämpferischen Tag sagen wir:
Weltweit und gemeinsam - Heraus zum 8. März!

Du hast Dir eine gute Rente verdient!

Eine gute Rente, das ist der gerechte Lohn für eine Lebensleistung!
Wie wäre es, wenn unsere Rente sich daran orientieren würde, was wir tatsächlich für diese Gesellschaft geleistet haben?

Kinder großgezogen, die Eltern gepflegt und dazu noch gearbeitet – meistens in Teilzeit oder als Minijob. Wir wollen, dass all diese wichtigen Tätigkeiten, mit denen wir die Welt am Laufen halten, auch zu einer guten Rente führen.

Die Realität sieht anders aus. Die Lebensleistung von Frauen wird nicht vollständig anerkannt und viele Berufsfelder, in denen überwiegend Frauen arbeiten, werden auch noch sehr schlecht bezahlt. Sei es im Einzelhandel, in der Pflege oder in nicht tarifgebundenen Betrieben – Frauen verdienen deutlich weniger als Männer, selbst wenn sie das gleiche arbeiten.
Gerade Baden-Württemberg hängt hinterher. In keinem anderen Bundesland ist der Lohnunterschied von Frauen und Männer größer, ganze 25% bekommen wir im Durchschnitt weniger.

Altersarmut hat ein weibliches Gesicht: Das wollen wir nicht länger hinnehmen!

Wir wollen eine Rente, die unsere Lebensleistung anerkennt. Als LINKE fordern wir nicht nur eine solidarische Mindestrente über 1.200 Euro. Wir fordern auch eine grundlegende Reform des Rentensystems. Lebensleistung muss endlich angerechnet werden – für jedes Kind wollen wir drei Rentenpunkte gutschreiben und pflegende Angehörige erwerben zusätzliche Rentenansprüche. Die Rente mit 67 gehört abgeschafft. Wir wollen, dass alle abschlagsfrei mit spätestens 65 in Rente gehen können.

Das ist finanzierbar, wenn alle einzahlen – auch die mit großen Vermögen!
Wir beziehen alle Erwerbstätigen, egal ob Angestellte, Beamte oder Selbständige, in die gesetzliche Rentenversicherung mit ein. Die Beitragsbemessungsgrenze muss so angepasst werden, dass sehr große Einkommen endlich auch angemessen an der Finanzierung beteiligt werden.

Wir wollen im nächsten Bundestag Druck machen für eine gute Rente. Für eine Rente, die einen echter Alterslohn für unsere Lebensleistung darstellt.
 

Dafür kämpfen wir als Frauen in der Partei DIE LINKE.
Lasst uns gemeinsam dafür kämpfen, für das, was uns zusteht!

Weitere Informationen zur Frauen-Politik der LINKEN  finden Sie unter folgendem Link.

 

Frauen*kampftag 8.3.2022 in Stuttgart

Gleichberechtigung – Frauen nach vorn!

Wir fordern 50% Frauenanteil im Landtag.

Baden-Württemberg braucht ein Paritätsgesetz.

Die Lebenslagen von Frauen müssen in allen politischen Entscheidungen berücksichtigt werden.

Frauen leisten mehr unbezahlte Pflege- und Erziehungsarbeit. Das darf ihnen nicht zum Nachteil werden.

Wir wollen daher einen Ausbau von Kitaplätzen und Pflegeeinrichtungen und höhere Löhne in den Berufen, in denen mehrheitlich Frauen arbeiten, z.B. in der Pflege, in Kitas oder im Einzelhandel.

Baden-Württemberg muss die Istanbul-Konvention zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen vollständig umsetzen.

Hilfs- und Beratungsangebote für Frauen müssen kommunale Pflichtaufgabe werden und das Land muss die Finanzierung sicherstellen.